Mini-München - Die Spielstadt für Kinder und Jugendliche | Anleitung
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Die Bank

Der Bankschalter

Das Postamt

Im Rathaus

Mini-München

Gebrauchsanweisung für Mini-München – „So funktioniert die Spielstadt“

Mini-München ist eine Stadt der Kinder, in der es zum Teil wie in einer richtigen Stadt zugeht. Die Stadt wird von Kindern und Jugendlichen unter Mitwirkung von Erwachsenen betrieben und verwaltet. Grundlage dazu sind die Spielregeln von Mini-München.
Die Spielregeln finden sich im, im gedruckten Veranstaltungs- und Kinoprogramm, auf den großen Tafeln der Stadtinformation und im Rathaus.

Mini-München ist eine Spielstadt, die alle zwei Jahre stattfindet, in diesem Jahr wieder in der Zenith-Halle in München-Freimann.
Den Namen „Mini-München“ haben Kinder in der ersten Spielstadt 1979 ihrer Stadt gegeben. Um deutlich zu machen, dass in Mini-München auch Kinder aus vielen verschiedenen Ländern zusammen spielen, arbeiten und leben und Gäste aus der ganzen Welt willkommen sind, trägt Mini-München seit über 20 Jahren den Zusatz „International“.

Mini-München findet heuer zum 18. Mal statt und dauert vom 1. bis 19. August 2016. Die Spielstadt ist in der Zenith-Halle, dem benachbarten „Kesselhaus“, dem neuen „Kohlebunker“ und auf den großen Außenflächen untergebracht.
Mini-München ist geöffnet Montag bis Freitag, täglich von 10.00–17.00 Uhr. Alle Kinder und Jugendlichen von sieben–15 Jahren können kostenlos an der Spielstadt teilnehmen. Erwachsene Besucherinnen und Besucher und Eltern sind als Gäste willkommen, dürfen sich aber nicht in das Spiel einmischen. Für die Erwachsenen gibt es ein Elternvisum.
An manchen Tagen kommen besonders viele Besucher*innen nach Mini-München. Mitspielen können von daher nur die Kinder, die ein Tagesbändchen (täglich 2500) erhalten. Die Ausgabe erfolgt täglich ab 9.30, um 12.00 und um 14.00 Uhr.

Neue Mitspielerinnen und Mitspieler bekommen im Eingangsbereich von Mini-München ihren Mitspielpass. Damit ist man Bürgerin oder Bürger von Mini-München, kann arbeiten, studieren und später einmal Vollbürger werden.

Die Währung von Mini-München heißt MiMü und die Geldscheine für die 18. Spielstadt sind wieder neu gestaltet. Die MiMüs der Vorjahre haben keine Gültigkeit mehr.

Das Arbeitsamt öffnet erst um 11.00 Uhr. In der ersten Stunde, von 10.00–11.00 Uhr kann man sich direkt bei den Betrieben einen Beruf aussuchen. Allerdings bekommen nicht immer alle Kinder sofort einen Job und nicht alle Kinder ihren Wunschjob. Dies hängt vom Besucheraufkommen in der Spielstadt ab. Mit dem Ausfüllen des Mitspielpasses ist keine Garantie auf einen Arbeitsplatz verbunden.

Wer eine Arbeitskarte erhalten hat, geht damit zur angegebenen Werkstatt bzw. Einrichtung und nimmt seine Beschäftigung auf. Die Arbeitszeit muss mindestens eine Stunde dauern.
Kinder, die zum ersten Mal in Mini-München sind, haben Anrecht auf einen garantierten Arbeitsplatz. Dafür gibt es im Mitspielpass bei den Arbeitsnachweisen eine Extrarubrik.
Nach Beendigung der Arbeit erhält man an seinem Arbeitsplatz einen Lohnzettel, den man zusammen mit der Arbeitskarte in der Bank innerhalb von 30 Minuten gegen MiMüs einlösen kann.

Nur wer seine Arbeitskarte zusammen mit dem Lohnscheck sofort nach Beendigung der Arbeit zur Bank zurückbringt, sorgt dafür, dass der Arbeitsplatz gleich wieder neu besetzt werden kann. Lohnschecks, die älter als eine halbe Stunde sind, verlieren ihre Gültigkeit. Der Handel mit Arbeitskarten ist strengstens verboten.

Für eine Stunde Arbeit gibt es 5 MiMüs, davon wird 1 MiMü als Stadtsteuer einbehalten. Mit dem Spielgeld kann man ins Gasthaus oder ins Kino gehen, Taxi fahren, im Kaufhaus einkaufen oder auf der Bank ein Sparkonto eröffnen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, sorgsam und verantwortungsvoll mit ihrem Geld umzugehen. Geldgewinne und Geldschenkungen müssen in der Stadtverwaltung angemeldet, versteuert und im Mitspielpass eingetragen werden.

An der Hochschule kann man studieren oder selber Vorlesungen halten. Das Studium wird wie Arbeit bezahlt: Die Hochschule bietet Vorlesungen und Kurse an. Es werden laufend Professorinnen und Professoren gesucht, die eine Vorlesung oder einen Workshop durchführen wollen. Hierzu sind auch alle erwachsenen Besucher der Spielstadt herzlich eingeladen. Bitte am Schalter der Hochschule melden! Es gibt täglich ein neues Vorlesungsprogramm.

Vollbürgerschaft: Wer vier Stunden Arbeit, vier Stunden Studium in seinen Stadtausweis eingetragen, einen Zoff-Kurs absolviert und eine Reihe weiterer Anforderungen erfüllt hat, kann eine Vollbürgerschaft beantragen. Im Bürgerbüro erhält man nach bestandener Prüfung seinen Vollbürgerausweis und wird in das dicke Stadtbuch eingetragen. Vollbürgerschaften aus den Vorjahren behalten ihre Gültigkeit.

Vollbürgerinnen und Vollbürger allein können wählen und gewählt werden, ein Geschäft eröffnen, Grundstücke kaufen, den Führerschein machen und bestimmte Berufe ergreifen. Die Vollbürgerschaft ist also die Voraussetzung dafür, um die Geschicke der Spielstadt aktiv mitbestimmen und verantwortlich am Betrieb von Mini-München teilnehmen zu können.

Wahlen finden in der ersten Woche am Mittwoch um 15.00 Uhr, in der zweiten und dritten Woche dienstags um 15.00 Uhr statt. Umfang und Ablauf der Wahl sind in der Wahlordnung geregelt. Gewählt werden die Oberbürgermeisterin bzw. Oberbürgermeister, Bürgermeisterin bzw. Bürgermeister und der Stadtrat. Gemeinsam führen sie die Geschäfte der Stadt, kümmern sich um die Belange der Bürgerinnen und Bürger und vertreten Mini-München nach innen und außen. Der Stadtrat ist auch für die Vergabe von Zuschüssen an die Betriebe der Stadt zuständig. Die tägliche Bürgerversammlung ist das Gremium, das Gesetze und neue Regeln von Mini-München beschließt und auch wieder ändern kann. Jede Mini-Münchnerin und jeder Mini-Münchner kann daran teilnehmen. Die Bürgerversammlung wird vom Rathaus einberufen und vorbereitet. Eine Bürgerversammlung kann auch von den Bürgern selbst einberufen werden, wenn dafür mindestens 50 Unterschriften gesammelt werden.

Man kann auch ein eigenes Geschäft oder Dienstleistungsunternehmen eröffnen. Dies muss im Rathaus beim Gewerbeamt angemeldet werden. Voraussetzung für den Erhalt einer Gewerbeerlaubnis ist ebenfalls die Vollbürgerschaft.

Jede Bürgerin und jeder Bürger ist für den friedlichen Verlauf, sowie für Ordnung und Sauberkeit der Spielstadt verantwortlich. Streitigkeiten werden in Mini-München ohne Anwendung von Gewalt gelöst. Die älteren Bürger übernehmen Verantwortung für die jüngeren Spielstadtbesucher.

Gewalttätigkeiten und Diebstähle werden sofort geahndet. Verstöße gegen die Spielregeln kommen vor das Stadtgericht. Das Stadtgericht tagt öffentlich jeden Freitag um 15.00 Uhr im Rathaussaal, in der letzten Woche bereits am Donnerstag. Die Gefährdung des ordnungsgemäßen Betriebs von Mini-München kann ein Mitspielverbot zur Folge haben.

Auf den Straßen und Plätzen, im Rathaussaal, im Stadttheater und im Kino von
Mini-München findet ein täglich wechselndes Veranstaltungs- und Kinoprogramm statt. Das gesamte Programm gibt es in gedruckter Form kostenlos zur Mitnahme für alle Besucher. Darüber hinaus finden sich täglich aktuelle Veranstaltungs¬hinweise auf den großen Programmtafeln der Stadtinformation.

Für den Betrieb der Spielstadt und der einzelnen Einrichtungen sind noch weitere Regelungen wichtig: eine Bau- und Grundstücksordnung, Regeln für das Studium, Regeln für die Führerscheinprüfung und allgemeine Verkehrsregeln. Es gibt auch ein Grundgesetz und eine Strafprozessordnung.
Alle Regeln, Verordnungen und Gesetze können bei den zuständigen Einrichtungen und im Rathaus eingesehen werden.

Für Auskünfte und spezielle Fragen gibt es die Stadtinformation, das Organisationsbüro und die Info-Scouts.

Der Veranstalter und das Team von Mini-München
Kultur & Spielraum e.V.
Juli 2016