Mini-München-Spielregeln 2018

Mini-München ist die Stadt der Kinder, in der es zum Teil wie in einer richtigen Stadt zugeht. Die Stadt wird von Kindern und Jugendlichen unter Mitwirkung von Erwachsenen betrieben und verwaltet.
Grundlage dazu sind die Mini-München-Spielregeln.

1. Der Start

Neue Mitspielerinnen/Mitspieler zwischen 7 und 15 Jahren bekommen im Eingangsbereich von Mini-München ihren Mitspielpass, täglich gibt es für alle Kinder ein neues und nummeriertes Mitspielbändchen.
Damit ist man Bürgerin oder Bürger von Mini-München, kann arbeiten, studieren und Vollbürgerin/Vollbürger werden.
Der Mitspielpass ist ein persönliches Dokument, für das jede/jeder selbst verantwortlich ist. Bei Verlust fällt eine Gebühr für den Ersatzpass an.

2. Arbeiten und Geld verdienen

Der Handel mit Arbeitskarten ist strengstens verboten.
Die Währung von Mini-München heißt MiMü und die Geldscheine 2018 sind neu gestaltet. Die MiMüs der Vorjahre haben keine Gültigkeit mehr. Für eine Stunde Arbeit gibt es fünf MiMüs, ein MiMü wird davon als
Stadtsteuer einbehalten. Geldgewinne und Geldschenkungen müssen im Rathaus angemeldet, versteuert und im Mitspielpass eingetragen werden.

3. Studieren und lehren

An der Hochschule kann man studieren oder selber Vorlesungen halten.
Das Studium wird wie Arbeit bezahlt. Die Hochschule bietet Vorlesungen und Kurse an. An der Hochschule kann man auch als Professorin und Professor arbeiten.

4. Vollbürgerin/Vollbürger und mehr

Die Vollbürgerschaft braucht man, um – wählen und gewählt werden, – sich selbstständig machen, – ein eigenes Geschäft eröffnen, – Grundstücke kaufen, – den Führerschein machen und um – bestimmte Berufe ergreifen zu können.
Wer vier Stunden Arbeit, vier Stunden Studium in seinen Stadtausweis eingetragen und eine Reihe weiterer Anforderungen erfüllt hat, kann im Rathaus seine VollbürgerInnenschaft beantragen.
Im Bürgerbüro erhält man nach bestandener Prüfung die Bestätigung der Vollbürgerschaft im Mitspielpass. Vollbürgerschaften aus den Vorjahren behalten ihre Gültigkeit.

5. Wahlen und Stadtpolitik

Wahlen für den Stadtrat und das Amt der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters finden jede Woche statt. Der Stadtrat, die Oberbürgermeisterin/der Oberbürgermeister und die Bürgermeisterin/der Bürgermeister führen die Geschäfte der Stadt. Umfang und Ablauf der Wahl sind in der Wahlordnung geregelt.
Die tägliche Bürgerversammlung ist das Gremium, das Gesetze und neue Regeln für Mini-München beschließt und auch wieder ändern kann. Die Bürgerversammlung wird vom Rathaus einberufen und vorbereitet. Eine Bürgerversammlung kann auch von den BürgerInnen selbst einberufen werden, wenn dafür mindestens 50 Unterschriften gesammelt werden.

6. Betriebe und Geschäfte

In Mini-München gibt es neben den städtischen auch private Betriebe.
Wer ein eigenes Geschäft oder Dienstleistungsunternehmen eröffnen will, muss seinen Betrieb beim Gewerbeamt anmelden.

7. Bürgerpflichten und Regelverstöße

Mini-München lebt von seinen Bürgern und deren aktiver Beteiligung am Spielstadtleben. Jede Bürgerin und jeder Bürger ist auch für den friedlichen Verlauf der Spielstadt verantwortlich.
Die älteren und erfahrenen Bürgerinnen und Bürger übernehmen Verantwortung für die jüngeren und neuen Spielstadtbesucher.
Gewalttätigkeiten und Diebstähle werden sofort geahndet. Verstöße gegen die Spielregeln kommen vor das Stadtgericht. Die Gefährdung des ordnungsgemäßen Ablaufs von Mini-München kann ein Spielstadtverbot
zur Folge haben.

8. Elternvisa

Erwachsene können sich zwischen zwei Visa entscheiden:
Elternvisum 1: ein geführter Rundgang durch die Spielstadt (Dauer ca. 30 Minuten)
Elternvisum 2: ein Kurzzeitbesuch ohne Führung, ausgestattet mit einem Elternvisum zum Umhängen (gegen Pfand). Auf dem Visum ist die Startzeit eingetragen und es verliert nach einer Stunde seine Gültigkeit.

9. Weitere Regelungen und Verordnungen

Für den Betrieb der Spielstadt und der einzelnen Einrichtungen sind noch weitere Regelungen und Verordnungen wichtig: eine Handwerksordnung, eine Bau- und Grundstücksordnung, Regeln für das Studium, Regeln für die Führerscheinprüfung und allgemeine Verkehrsregeln.
Es gibt auch ein Grundgesetz und eine Strafprozessordnung.
Alle Regeln, Verordnungen und Gesetze können in den zuständigen Einrichtungen und im Rathaus eingesehen werden.

10. Wer Regeln aufstellt, kann sie auch verändern

Auch Gutes und Bewährtes kann man besser machen und deswegen können auch diese Regeln ergänzt und verändert werden. Voraussetzung dafür ist ein Mehrheitsbeschluss in der Bürgerversammlung.

Der Veranstalter von Mini-München
Kultur & Spielraum e.V.
München 2018

Einwohnermeldeamt

Am Arbeitsamt

Kunstakademie

Die Hochschule

Der Vollbürgerausweis!