Spielstädte weltweit

Weltweit existieren Spielstädte, Kinderstädte und Kinderrepubliken, die von sehr unterschiedlichen Akteur:innen organisiert werden. Dazu zählen mehrstündige Aktionen und Workshops ebenso wie mehrwöchige Ferienbetreuungen oder länger währende, weitgehend offene, halböffentliche Formate, denen sich Kinder und Jugendliche frei anschließen können. Einige Kinderstädte werden gemeinsam mit Kindern konzipiert und aufgebaut, während andere den teilnehmenden Kindern von Beginn an bestimmte Berufe und Rollen zuweisen. Inwieweit die gemachten Erfahrungen für die jugendlichen Teilnehmer:innen nachhaltig sind und von ihnen selbst weiterentwickelt werden können, hängt entscheidend davon ab, ob und wie diese Projekte mit Anschluss- oder Folgeformaten verknüpft sind (Liebel, 2020, S. 171). Unabhängig davon stellen Spielstädte einen einzigartigen Möglichkeitsraum dar, in dem Kinder selbstbestimmte und gemeinschaftlich ausgehandelte Handlungsformen erproben können, „die ihre Stellung in der Gesellschaft und im Gemeinwesen stärken und zur Lösung ihrer alltäglichen Probleme beitragen“ (Liebel, 2020, S. 171).
Zwischen einigen Spielstädten besteht ein reger Austausch. Dieser findet sowohl auf fachlicher Ebene statt, etwa zur Weiterentwicklung der Konzepte sowie zur technisch-organisatorischen Umsetzung, als auch auf der Ebene von Kindergruppen, die sich gegenseitig besuchen. Mehrere Tagungen und Konferenzen fördern zudem den Austausch der Kinderstädte-Macher:innen. In Japan finden beispielsweise regelmäßig sogenannte „Children’s Cities Summits“ statt. Mini-München ist Teil eines Kooperationsverbunds mit Berlin, Salzburg, Bozen, Luxemburg, Regensburg und Plzeň.
Eine nicht immer auf dem neusesten Stand stehende Liste findet ihr hier.