Bildung – Kultur

Bücherei und Mini-Münchner Stadtschreiber

Auf dem Radioplatz im Bücherturm liegt die kleine Bücherei, in der Mini-Münchner lesen, schmökern, faulenzen, Freunde treffen, Bücher für die Vorbereitung von Hochschulkursen besorgen – und als Bibliothekarin oder Bibliothekar arbeiten können. In den Werkstätten gibt es wechselnde Angebote, u.a. entsteht ein Buchstabensatz aus Mini-München sowie Stempelwörter. Ein Teil der Druckerzeugnisse wird im Herbst bei der Münchner Bücherschau im Gasteig zu sehen sein.
Der Buchbestand wird ergänzt mit ausgewählten Titeln des Dteutschen Jugendliteraturpreises sowie Sachbüchern, fremdsprachigen Büchern und vom Sommerferien-Leseclub aus der Münchner Stadtbibliothek. Ein Bücherbus wird vom 1.–5.8. zu Gast sein und über eigene Arbeitsplätze verfügen.
Kooperationspartner: Münchner Stadtbibliothek, Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V., gefördert durch die Waldemar Bonsels Stiftung

Comenius-Hochschule

Die Bürgerinnen und Bürger von Mini-München sind eingeladen, zu studieren (vier Stunden Studium sind Voraussetzung für die Vollbürgerschaft). Studieren wird genauso entlohnt wie Arbeiten. Dafür gibt es Studienkarten (hellblau) und für die Kursleiter Professorenkarten (blau), die nach Studienende mit dem Lohnscheck ausgegeben werden. Kinder und Jugendliche geben Kurse, verfassen Doktor-Arbeiten (Plakate, Schriftstücke) und präsentieren ihre Arbeiten öffentlich.
Die Comenius-Hochschule versteht sich als Plattform, auf der Wissen geteilt wird. Alle Mitarbeiter, die ein spezielles Hobby, bestimmte Sprachkenntnisse oder einen spannenden Beruf haben, sind eingeladen, das Lehrangebot mit ihrem Know-how zu bereichern. Zudem sind die Betriebe aufgefordert, Themen aus dem Alltag von Mini-München aufzugreifen (z.B. der Weg einer Arbeitskarte/Arbeitsamt).
Die Hochschule gestaltet gemeinsam mit der Forschungsstadt ein eigenes Zelt mit Verwaltung/ Anmeldung, Professorenzimmer und allen Hörsälen. Täglich um 11.00 (teilweise auch um 14.00 Uhr) ist eine Vorlesung (für ca. 60 Kinder) im Audimax vorgesehen. Diese wird mehrheitlich von externen Fachleuten gehalten. Die Forschungsstadt mit ihren Laboratorien und Versuchsanordnungen ist Teil des Hochschulcampus. Die Anzahl der Studienplätze variiert von zehn bis zu 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer pro Kurs.
Was, wann, wo, wie angeboten wird, ist dem täglich aktualisierten Vorlesungsverzeichnis als Aushang zu entnehmen, bei der zentralen Anmeldung beim Arbeitsamt und im Infobereich. Das Angebot ist nach Fakultäten sortiert, z.B.:

– Fakultät für Allgemeinwissenschaft & Internationales: Wie funktioniert Mini-München?, Star Wars, Zauberwürfel, Arabisch für Anfänger… Weitere (Sprach)Kurse im Haus International

– Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften: Leben mit Behinderung, Gebärdensprache, Wie funktioniert die Börse?…Zoffkurse in der Zoffakademie, Mitbestimmen in Mini-München im Rathaus.

– Fakultät für Sport und Bewegung: Game Court, Parkour beim Freizeit-Sport, Hip-Hop, Gesang in der Pop-Akademie

– Fakultät der Künste: Porträtmalen in der Kunstakademie, Mangazeichnen in der Comicwerkstatt…

– Fakultät für Naturwissenschaften & Gesundheit: Nutzfahrzeuge, Alles über Fliegerei, Blitz und Donner… Mikroskopieren in der Forschungsstadt

Die Patenschaft für die Comenius-Hochschule übernimmt die Hochschule München, weitere Partner u.a: AWM – Abfallwirtschaftsamt München, Comprehensive Pneumology Center, Cashless München, Dt. Jugendrotkreuz, Fachstelle ebs/KJR-M, Gehörlosenverband-MU, Janusz Korczak Akademie, Knorr Bremse, Referat für Gesundheit und Umwelt, SWM-Stadtwerke München, State Street Bank International, Zentrum für Mehrsprachigkeit, Liceum II, Referat für Bildung und Sport/ Sportamt – FreizeitSport

Comic-Werkstatt

Die Comicwerkstatt “WOC – World Of Comics” baut ihr Angebot aus: Unter Anleitung von Comiczeichnern werden täglich Comicstrips und Karikaturen angefertigt, die u.a. in der Zeitung MiMüZ veröffentlicht werden. In den ersten beiden Wochen werden die besten Geschichten gesammelt und in einer Rahmenhandlung miteinander verbunden. Das Comic-Heft erscheint in der letzten Spielstadtwoche und trägt den Titel „Mini-München Heldenpower!“. Zugleich ist die Comicwerkstatt offen für alle, die gerne zeichnen, sich mit anderen Comicfreunden treffen und austauschen möchten. Darüber hinaus werden in der Comenius–Hochschule regelmäßig Vorlesungen zum Thema Comic sowie Zeichenkurse angeboten. Kooperationspartner: WOC – World Of Comics

Forschungsstadt

Labors für Lebenswissenschaften
Die Lebenswissenschaften umfassen das komplette naturwissenschaftliche Methodenspektrum. Die Labors orientieren sich einerseits an einzelnen Forschungsfragen und Forschungsthemen (Energie, Wasser, Ernährung, Salz, Boden etc.), die in der Regel interdisziplinär beforscht werden (Biologie, Medizin, Physik, Ernährungswissenschaften etc.), anderseits an bestimmten Methoden, z.B. der Mikroskopie als zentralem Analyseverfahren. Auf Anregung der Kinder in der Werkstatt Mini- München wird dieses Jahr ein offenes Labor eingerichtet, das von Kindern tageweise für eigene Projekte gemietet werden kann.

Die Wetterstation wird von der Forschungsstadt betreut. Erneut treten die Lungenspezialist*innen des Helmholtz Zentrums mit einem eigenen Labor rund um die Lungenforschung in Erscheinung.
Kooperationspartner: Stadtwerke München GmbH, Helmholtz Zentrum München, Comprehensive Pneumology Center

Institut für Sozialforschung:

– Wie kann die Vielfalt der sozialen, räumlichen und materiellen Praktiken (der Kinder und Erwachsenen) als partizipative Forschung innerhalb des Spiels untersucht, diskutiert und reflektiert werden?

– Wie setzten wir dieses Forschungs-Spiel (im Spiel) auf? Wo gibt es Schnittmengen zu anderen Spielbereichen, wie Kunstakademie, Stadtmuseum, Rathaus, Arbeitsamt, Bank, (naturwissenschaftliche) Forschung?

– Welche Themen und Fragestellungen könnten für Kinder und Jugendliche selbst von großem Interesse oder von besonderer Relevanz sein?

– Wie wird das Wissen dazu generiert und wie kann es im Spiel aufbereitet und kommuniziert werden?

-Wie können sich verschiedene Forschungsergebnisse spielverändernd auswirken? Welche Rückkoppelungsprozesse ergeben sich hinsichtlich der Spielregeln, der (gemeinsamen) Umgangsformen und Entscheidungsprozesse innerhalb der Spielstadt?
In Hinblick auf die große Komplexität des Forschungsfeldes ‚Spielstadt’ wird sich die Mini-München-Sozialforschung 2018 für je eine Woche mit einem anderen thematischen Schwerpunkt befassen. Auch die methodische Herangehensweise verändert sich je nach Fragestellung und Themengebiet.

-Vom Lauf der Dinge – zum Thema Dinge und Objekte in der Spielstadt (Foto/Text, Sammlung)

– Metropolis// Das Glück – zum Thema Geld/Armut und Reichtum in Mini-München (Audios/Spiel)

– Ganze Arbeit! – zum Thema Arbeit in der Spielstadt (Ausstellung Berufsbekleidung)

Kooperationspartner: Kulturreferat der LH München/ Kulturelle Bildung, Bundeszentrale für politische Bildung, Deutsches Museum/ Abteilung Bildung

Kino

In einem eigenen Zelt am südlichen Stadtrand befindet sich das Kino, das allen Spielstadtbesuchern ein täglich wechselndes Programm aus Kurz- und Langfilmen (Spielfilme, Dokus, Trickfilme) offeriert. Im Rahmen zweier fester Nachmittagsvorstellungen und der vormittäglichen MüTiVi-Matinee zeigt das Kino rund 70 verschiedene Filme, darunter auch regelmäßig Produktionen aus dem Trickfilmstudio.
Kooperationspartner: Filmstadt München e.V., Prix Jeunesse/Bayer. Rundfunk, doxs! Duisburg und der KiFinale/MZM

Kunstakademie / Sammlung Kessel

Die Akademie ist ein Ort der freien künstlerischen Produktion und des Miteinanders und stellt einen zentralen Punkt der Kunstszene Mini-Münchens dar. Hier kann man mit verschiedenen Medien und Techniken arbeiten und experimentieren: mit Zeichen-, Mal-, Druck- und Bildhauertechniken, sowie mit Mitteln der Medien und Perfomancekunst. Die Kunstakademie und ihre Künstler*innen nehmen die Stadt und ihre Verhältnisse genau unter die Lupe und setzen eigene und in Auftrag gegebene Projekte um.
Die Sammlung „Kessel“: Die Künstler*innen der Akademie werden auch dieses Jahr wieder eine eigene kleine Sammlung aufbauen. Unterstützt werden sie dabei von dem städtischen Kunstverleih Artothek & Bildersaal. So gibt es im eigenen Sammlungsdepot Kunstwerke zum Ausleihen: Die Mini-Münchner*innen und ihre städtischen Betriebe können Kunstwerke für ihre Räume auf Zeit aussuchen und sich dabei eingehend beraten lassen. Zudem können einzelne Arbeiten der Sammlung bei einer öffentlichen Kunstauktion ersteigert werden.
Kooperationspartner: Kulturreferat/ Artothek & Bildersaal

Mini-München-Mitte

Mini-München-Mitte ist ein Ort der Information, Diskussion des Austausches über das künstlerische und pädagogische Projekt Spielstadt – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Die diesjährige Ausstellung arbeitet ausschließlich mit Fotomaterial aus der ersten Spielstadt Mini-München (Archiv Wolfgang Zacharias), die anlässlich des „Internationalen Jahr des Kindes“ 1979 stattfand. Dass Kinder arbeiten, Geld verdienen, Pässe haben, studieren, forschen, produzieren, konsumieren und die Spielstadt durch ihre Handlungen und Aktionen mit Leben füllen, sorgte bereits im ersten Jahr ihres Bestehens für Irritationen. Das Konzept hat seither viele Gemüter bewegt und wurde hundertfach adaptiert, kopiert, weiterentwickelt. Darüber möchten wir weiterhin im Gespräch bleiben.
Mittwochs in Mini-München-Mitte (jeweils 19.00 Uhr) 1.8. Eröffnung der Ausstellung mit Filmen über Mini-München
8.8. Screening: Filmen mit Kindern (Mini-Cairo, Mini-München, andere Kunstprojekte)
15.8. Talk
Akademie-Galerie im U-Bahnhof Universität (nördliches Zwischengeschoss, Ausgang Akademiestraße).
Mit Unterstützung des Bezirksausschusses Maxvorstadt

Mini-Münchner Stadtmuseum

Bereits in vergangenen Spielstädten gab es immer wieder ein Mini-Münchner Stadtmuseum, das es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Spielstadtgeschichte zu dokumentieren und diese anhand von Objekten und Exponaten für alle sichtbar zu machen. Das eigene Archiv ist leider bescheiden, die meisten Objekte sind Leihgaben von Kindern und ehemaligen Mini-Münchner Kindern. Das Stadtmuseum greift darüber hinaus für die Stadt und die Kinder relevante Themen und Fragestellungen auf, und versucht aus neuen Blickwinkeln auf die Stadt, deren Bewohner*innen und Dinge zu schauen. Kooperationen mit der Akademie und dem Institut für Sozialforschung sind geplant.

Pop-Akademie

Hier wird Pop-Kultur gemacht! Tanz-, Musik-, Theaterworkshops, Recording und Live Acts – ein Angebot speziell für ältere Kinder und Jugendliche. Die Pop-Akademie plant zusammen mit MiMüZ und MüTiVi wieder „Mini-München sucht das Supertalent“. In Kooperation mit Studierenden der Hochschule München, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften

Stadttheater

Täglich um 16.00 Uhr heißt es „Bühne frei!“ für das Stadttheater: Ob Musical, Drama, Komödie, Revue oder Tanztheater – hier wird alles geboten. Täglich hat eine andere Inszenierung Premiere, darüber hinaus gibt es eine Schauspielschule, Theaterworkshops, Bühnentechnik, sowie Maske und Requisite. Die Kulissen entstehen in Zusammenarbeit mit der Schreinerei, die Bühnenbilder mit Unterstützung der Kunstakademie.

Zoff-Akademie

Die Zoffakademie ist ein Praxis- und Forschungsinstitut rund um das Thema Konflikte. Sie versteht ihre Arbeit in erster Linie präventiv. Ziel ist die Förderung eines konstruktiven Umgangs mit Konflikten in Mini-München. Die Kinder werden für das Thema sensibilisiert und lernen unterschiedliche Handlungsoptionen bei Konflikten im Rahmen der Spielstadt kennen.
Auf ausdrücklichen Wunsch der Bürgerversammlung ist die Absolvierung von Zoff-Kursen seit 2014 wieder verpflichtend für die Vollbürgerschaft. 2018 wird die Vermittlung von Know-how rund ums Thema Zoff und Zivilcourage weniger in Kursform als an interaktiven Stationen passieren.
In der Zoffakademie werden Streitschlichter*innen für den Einsatz in Mini-München qualifiziert. Sie vermitteln bei kleineren Konflikten im Streitschlichterbüro der Zoffakademie oder werden in der gesamten Spielstadt als Stauberater*innen in Warteschlangen, als Streetworker*innen (=mobile Helfer) oder als Konfliktbeobachter*innen an besonders konfliktreichen Hotspots eingesetzt. Dazu gehören Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit rund um das Thema Zivilcourage.