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Mini-München
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Die Spielstadt für Kinder und Jugendliche

Mini-München ist zu Ende gegangen und wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern der Spielstadt erholsame und sonnige Ferien und freuen uns auf ein Wiedersehen in 2012

Schirmherrschaft Oberbürgermeister
Christian Ude


Mini-München schließt nach drei spannenden und ereignisreichen Wochen seine Tore. Mit dem Song „Mini-München ich liebe dich“ verabschiedete die Mini-München Band die Bürgerinnen und Bürger der Spielstadt Mini-München in die wohlverdienten Ferien.

Drei Wochen lang wurde in der Event-Arena im Olympiapark gearbeitet, studiert, gekocht, gebaut, gezeichnet und gewerkelt. Mode vorgeführt, Theater gespielt, Häuser entworfen und gebaut, Blumen gepflanzt, Botschaften eröffnet und ausländische Delegationen begrüßt. Drei Legislaturperioden hat die Mini-München Stadtpolitik erlebt und jeweils einen neuen Bürgermeister und einen neuen Stadtrat gewählt.

Rückblick auf Mini-München

30860 Kinder besuchten die Spielstadt, über 13.000 Mitspielpässe wurden ausgegeben, bis zu 2.500 Kinder waren täglich in Mini-München zu Besuch, an sieben Tagen hat das Einwohnermeldeamt wegen Überfüllung stundenweise keine neuen Pässe mehr ausgegeben.

Mit einem großen Jubiläum startet das Spielstadtgeschehen 2010. Mini-München wurde 30 Jahre alt und feierte damit die 15. Spielstadt. Oberbürgermeister Christian Ude hielt die Festrede und im Beisein vieler Münchner Stadträte, Partner, Unterstützer und Freunde wurde der Stadtgeburtstag gefeiert. Das Backhaus Rischart schenkte den Kindern einen 15 m langen bunten Kuchen mit über 1.000 Kuchenstücken.

Zum ersten Mal in der Geschichte von Mini-München war der Bank das Geld ausgegangen und es wurde ein 10-er Geldschein als Notgeld entworfen und gedruckt, der bei den Kindern schon nach kurzer Zeit als Sammelobjekt besonders gefragt war.

1000 Arbeitsplätze und 500 Vorlesungen an der Comenius Hochschule standen den Bürgerinnen und Bürgern täglich als Arbeits- bzw. Studienplatz offen, oft hat es nicht gereicht und die Schlangen am Arbeitsamt waren recht lang, daher wurde an 10 Tagen Arbeitslosengeld ausgezahlt.

400 Verhandlungen mit 40 Freisprüchen und 360 Verurteilungen waren das Resultat am Stadtgericht. Im Standesamt wurden 350 Hochzeiten gefeiert – und nur 4 Scheidung. Während die Polizei 615 Straftaten – von Rolltreppe falsch rum laufen über Beleidigungen, Diebstahl, Wahlbetrug, Erpressungen bis hin zur Steuerhinterziehung – aufnahm und entsprechende Strafen vergab.

Über 1.000 Kinder haben dieses Jahr die Vollbürgerschaft erreicht und damit das ersehnte lebenslang gültige Dokument erhalten. Der Wahlbetrug bei den Stadtratswahlen wurde aufgedeckt und verhandelt, Neuwahlen ermöglicht und der neu gewählte Stadtrat hat bei der ersten Stadtratssitzung neue Gesetzte zur Verhinderung von Wahlbetrug erlassen.

Mit einer täglichen Auflage von 400 war die MiMüZ (Mini-München Zeitung) das Sprachrohr des Spielstadtgeschehens, immer nah dran und immer Top aktuell. Der Wahlbetrug bei der Stadtratswahl, das Mini-Mondo Fußballspiel und die Olympischen Spiele – da gab es sogar Sonderausgaben!

MüTiVi das Mini-München Stadtfernsehen strahlte jeden Tag eine Sendung aus, ob Reportagen, Dokumentationen oder Soap´s – MüTiVi live und aktuell. „MüTiVi täglich um 17.15. Pünktlich um halb sechs“ darauf konnte man sich verlassen!

Radio Mikro von Bayern2 war erstmals drei Wochen lang dabei und strahlte täglich eine Frühstückssendung in Mini-München aus, drei große Berichte über das Spielstadtgeschehen wurden ausgestrahlt.

Dass das Rathaus eine Rollstuhlrampe bekam, die MiMüS für Blinde fühlbar wurden, der Stadtplan ertastbar, das Vorlesungen über Gebärdensprache abgehalten wurden, haben wir der Einrichtung BarriereLOS zu verdanken.

Miau, Miau kommt zum Gasthaus zur „Fetten Sau“ – nur einer von vielen Werbeslogans die im Werbebüro entstanden sind, 80 handgesetzte und handgedruckte Plakate sind so täglich in alter Drucktechnik entstanden.

600 Essen täglich, ungezählte Kuchen- und Pizzableche, Waffeln und belegte Brote, das Gasthaus zur „Fetten Sau“ und das Elterncafe backten und kochten und versorgten damit die Mini-Münchner sowie Gäste und Eltern.

Delegationen aus Österreich, Tschechien, Italien, Peru, Indien und Japan besuchten die Spielstadt und bereicherten mit regionaler Küche, Sprachkursen, Werkstätten und einem Opernball das Spielstadtgeschehen.

Im Unternehmensland konnten sich die Bürger/innen Wege in die Selbstständigkeit aufzeigen lassen und dann mit einer Starterbox das eigene Gewerbe aufmachen.

Erst zum Stadtplaner und zur Architekturakademie, dann ab zum Bauhof. Wer genug gespart hatte, konnte sich ein Grundstück kaufen und ein Haus bauen, so entstanden 30 selbstgezimmerte Hütten und ein Aussichtsturm.

Beim Fun-Fit Sportbereich fand das Oktoberfest schon im August statt, mit „Hau den Lukas“, Festumzug und anderen Attraktionen, die Galavorstellung des Zirkus Pumpernudel war ausverkauft und bei den Olympischen Spielen stand die Wohlfühlagentur, die das Land Türkei vertraten, auf der obersten Stufe der Siegertreppe.

Diese und viele weitere Ereignisse und Geschehnisse haben die Bürger/innen in Mini-München erlebt.
Zurück bleiben ungezählte Jacken und Pullover, zwei Container Müll, 900 Wände, 800 Stühle, 300 Tische und ebenso viele Regale und über 500 gepackte Kisten – Mini-München ist auf dem Weg ins Lager und wir freuen uns mit allen Kindern auf ein Wiedersehen im Jahr 2012.

Unser besonderer Dank geht an den Olympiapark und seine Partner, an alle Spender und Sponsoren und an unsere Kooperationspartner.

Motiv 2010